|
||||||||||||
Karl Heinrich Waggerl Karl Heinrich Waggerl gehört zu den wichtigsten österreichischen Schriftstellern. Sein dichterisches Werk ist eng mit der Beschreibung seiner engeren Heimat und mit Wagrain verbunden. K. H. Waggerl wurde am 10. Dezember 1897 in Bad Gastein unter ärmlichen Verhältnissen geboren. Während der Ausbildung als Lehrer meldete er sich 1916 freiwillig an die Tiroler Front, geriet in italienische Kriegsgefangenschaft, von wo er 1919 krank an Körper und Seele heimkehrte. Er beendete seine Ausbildung, heiratete Edith Pitter, und trat 1920 die Stelle eines Lehrers in Wagrain an, wurde aber nach mehrmaligem Krankheitsrückfall im April 1923 in den Ruhestand versetzt. Es folgten Jahre der Verzweiflung und Not. Waggerl verdiente durch diverse Arbeiten den Lebensunterhalt. Er übte sich in verschiedenen und künstlerischen kunsthand-werklichen Techniken und schrieb seine ersten Geschichten. Mit
seinen düsteren Schilderungen menschlicher Abgründe und auswegloser
Schicksale stieß er bei Zeitschriften und Verlagen jedoch auf Unverständnis
und Ablehnung. 1929 gelang Waggerl der Durchbruch mit dem Roman Brot. 1934 erhielt er als erster Schriftsteller den „Österreichischen Staatspreis für Literatur“. Seine Rolle im NS-Regime ist bis heute unklar und vieldiskutiert. Nach dem Kernstück seines Schaffens, den 4 Romanen, verfasste Waggerl
nach dem 2. Weltkrieg nur mehr kleine Prosa. Er unternahm jedoch wieder
viele Vortragsreisen, vor allem nach Deutschland und in die Schweiz. Diese
Reisen und seine große Popularität nützte Waggerl auch
um den aufkeimenden Fremdenverkehrsort Wagrain überall bekannt zu
machen. Waggerls Rolle in der Entwicklung Wagrains zu einem blühenden
Tourismusort ist zentral. |
Am 4. November verstarb K. H. W. an den Folgen eines Autounfalls. Sein Werk, das 1970 und 1997 in einer Gesamtausgabe erschien, umfasst etwa 1400 Seiten. Von seinen Büchern sind mehr als 7 Millionen Exemplare verbreitet und in 12 Sprachen übersetzt worden. Kontakt: A-5602 Wagrain, Austria
|
|||||||||||