Denkmäler in Wagrain

Kulturspaziergang & Stille Nacht Bezirk

Karl Heinrich Waggerl-Kasten (> F7/8, Nr. 1)
Zweigeschossiger Getreidespeicher, ehemals Bestandteil eines Pongauer Hofensembles, von K. H. Waggerl zu musealen Zwecken erworben.


Wagrainer Pfarrhof (> F8, Nr. 2)
Der Pfarrhof wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jhdts. erbaut.
Es ist ein typischer zweigeschossiger Pongauer Pfaarhof:
Wohnhaus und Wirtschafts-gebäude (Scheune) sind zwei getrennte Baulichkeiten. Hier lebte und wirkte Joseph Mohr, der Dichter des bekannten Weihnachtsliedes “Stille Nacht, Heilige Nacht ‚ von 1837 - 1848: Der Pfarrhof wurde vor wenigen Jahren in vorbildlicher Weise renoviert.

Freilichtausstellung zum Leben und Wirken
von Joseph Mohr
(> F8, Nr. 3)


Grabstätte K. H. Waggerl
(> F8, Nr. 4): Schriftsteller, 1897- 1973
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Grabstätte Prof. Erwin Exner
(> F8, Nr. 5):Maler, Zeichner und Aquarellist. Geboren 1915 in Wien, Studium an der Akademie der bildenden Künste. Seit 1945 in Wagrain ansässig. Schöpfer von über 300 Sgraffitis in ganz Österreich (siehe Außenwand der Hauptschule, Gründer des Heimatmuseumsvereines, erster Obmann des Kulturvereines “Blaues Fenster“.
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Grabstätte Joseph Mohr (> F8, Nr. 6)
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Pfarrkirche (> F8, Nr. 7)

pfarrkirche wagrain

Die frühgotische Kirche, dem heiligen Rupert geweiht, wurde urkundlich erstmals 1359 als Filiale von Altenmarkt erwähnt. Wahrscheinlich ist, dass die Kirche bereits früher (Vorromanik) errichtet wurde. 1486 kam die Erhebung zur Vikariatskirche und 1857 zur Pfarrkirche. Erweiterungsbauten wurden 1425 und 1711 durchgeführt. 1895/96 erfolgte eine Regotisierung der Innenausstattung. Im Laufe der Jahre kam es immer wieder zu Umbau- und Renovierungsarbeiten, bis zur bisher letzten umfassenden Renovierung 1996-1999. Da wurde das 1711 errichtete barocke Seitenschiff in einen neuen Erweiterungsbau miteinbezogen, eine Trockenlegung der Fundamente durchgeführt, das Dach neu gedeckt, der restaurierte gotische Altar aus 1896 wieder aufgestellt, die Orgel wegen ihres schlechten Zustandes abgebaut. 2006 konnte die „Neue Joseph Mohr Gedächtnisorgel“, vornehmlich aus Spenden der Bevölkerung finanziert, eingebaut werden.
Alle Stilperioden haben ihre Spuren hinterlassen, der Raumeindruck wird jedoch geprägt von gotischen Raumelementen. Besondere Einzelheiten: im alten Teil handbehauener Marmorboden (Adneter Marmor), Krippenrelief von Jakob Adlhart (1951), Strahlen-madonna aus der Vorpacherzeit (Mitte 14. Jhdt.) am Hauptaltar.


Kirchenlinde (> G8, Nr. 9)
Die Linde an der Friedhofsmauer wird urkundlich schon 1570 und 1584 erwähnt und dürfte damals schon ein mächtiger Baum gewesen sein. Die Linde ist wegen ihrer Langlebigkeit ein Symbol für Dauer und Macht.


Wandbild Ernst Huber
(> F8, Nr. 8 - Außen an der Rückseite der Kirche)
Prof. Ernst Huber, der bekannte österreichische MaIer (1895-1960) lebte nach dem zweiten Weltkrieg einige Zeit hier in Wagrain. Das Wandgemälde zeigt die Wagrainer Landschaft.
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Joseph Mohr Schule (> F8, Nr. 10)
1838 auf Betreiben des Pfarrers J. Mohr von den Wagrainern errichtet, da die Schulverhältnisse im alten Schulhaus, dem ehemaligen Mesnerhaus, katastrophal waren.


Karl Heinrich Waggerl Haus (Museum)
(> G7, Nr. 11)

waggerlhaus in wagrain

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Waggerlwiese (Waggerlpark)(> G7, Nr. 12)
Schenkung 1975 von K. H. Waggerls Frau Dita, auf Wunsch ihres Mannes, an die Gemeinde Wagrain mit der Auflage, dass es nicht verbaut werden darf. Es wurde ihrem und Waggerls Wunsch gemäß eine kleine Parkanlage errichtet.


Kräutergarten und Kneippanlage (> G/H7, Nr. 13)
Der Kräutergarten geht auf die Initiative des engagierten Wagrainers Alois Doppler zurück. Neben dem ehemaligen Pflegerschlössel sind der Kräutergarten mit dem Kräuterstern, dem Sinnesgarten und der Kräuterspirale angelegt. Im Kräuterstern sind in acht Sektoren Kräuter mit Anwendungen für die verschiedenen Körperregionen und Leiden gepflanzt. Im „Sinnesgarten“ finden sich die unterschiedlichsten Pflanzen in den verschiedensten Formen, Farben, Gerüchen und Oberflächen: Hier soll man riechen, tasten, schmecken und schauen. In der Kräuterspirale, die durch einen besonderen Aufbau die Ansprüche der verschiedenen Kräuter erfüllt, findet man vorwiegend Küchenkräuter. Neben dem Kräutergarten befindet sich ein einfacher Wassertretpfad für die Kneippianer unter unseren Gästen und Besuchern.

Burg Wagrain
Die erhaltenen Reste der mittelalterlichen Burg Wagrain sind über das lokale Umfeld hinaus wenig bekannt, wozu der zuletzt bereits stark ausgeprägte Bewuchs mit seiner zerstörerischen Wirkung ebenso wie der über Jahrhunderte massiv betriebene Steinraub beigetragen haben.

burg wagrain, burghügel

Die jüngsten umfangreichen Maßnahmen zur Steingewinnung standen mit der Errichtung des 1939 eingeweihten örtlichen Schwimmbades in Verbindung.
Trotz der markanten Lage auf einer zentral im modernen Ortskern gelegenen Geländekuppe zwischen Oberem und Unterem Markt waren die überwiegend nur mehr knapp über Bodenniveau erhaltenen und dicht überwachsenen Mauerreste für die meisten Besucher nicht mehr als Spuren einer mittelalterlichen Festung zu erkennen.
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Pflegerschlössel (> H6, Nr. 14)
Das ehemalige, 1794 erbaute fürsterzbischöfliche Pflegerschlössel (Pflege = Verwaltung, Gericht) ist im Gegensatz zu den bäuerlichen Bauwerken ein mit seiner Dachkonstruktion typisches Behördenhaus und diente den verschiedensten Zwecken. 1982 kam es durch einen Schenkungsvertrag in den Besitz der Marktgemeinde Wagrain samt dem daneben liegenden Grundstück, auf dem sich nun der Kräutergarten befindet.


Marktkirche (> H5, Nr. 15)
1616-1617 nach Plänen und unter Oberaufsicht von Dombaumeister Santino Solari, dem Erbauer des Salzburger Domes, im Auftrag von Erzbischof Markus Sittikus von Hohenems errichtet und dem heiligen Franziskus geweiht. 1927 beim großen Marktbrand schwer in Mitleidenschaft gezogen, woran eine Marmortafel rechts vom Portal erinnert. 1997 erfolgte eine Außenrenovierung. Dient derzeit als Aufbahrungshalle und fallweise für evangelische Gottesdienste.


Marktlinde (> H6, Nr. 16)
Wie in vielen österreichischen Orten wurde diese Linde anlässlich des 50. Geburtstages von Kaiser Franz Joseph (1830 - 1916) im Jahre 1880 gepflanzt. Sie ist der Mittelpunkt des Marktes und nach der Umgestaltung des Marktplatzes finden unter ihr viele sommerliche (und auch winterliche) Veranstaltungen, vor allem musikalischer Art, sowie Konzerte der Wagrainer Trachtenmusikkapelle statt.

 

Gemeindewappen Wagrain und Ortsname
(> G4, Nr. 17)
Von 1592 bis 1930 besaß Wagrain ein Wappen, das auf goldenem Grund die Mutter Gottes mit dem Jesuskind zeigte. Aus wappentechnischen Gründen wurde dieses Wappen ausgetauscht. 1930 verlieh Landeshauptmann Dr. Franz Rehrl der Marktgemeinde Wagrain das jetzige Wappen. Es erinnert an die Herren von Goldegg, die in Rot eine goldene Spitze als Wappen führten und als Begründer von Wagrain gelten. Außerdem enthält das Wappen eine Darstellung der Burg, die am ‘Wag-rain‘ (= Abhang am Gewässer) gelegen war, welche dem Ort auch den Namen gab.

 

Ortsgeschichte Wagrains
Urkundlich wurde Wagrain erstmals 1234 erwähnt. Die erste schriftliche Nennung als Markt erfolgte bereits im Jahr 1285. Nach dem Aussterben der Goldegger im Jahre 1400 wurde die Siedlung 1459 landesfürstlich. Durch die Protestantenvertreibung 1731/32 verließen viele Wagrainer ihre Heimat. Jahrhundertelang bis zur Mitte des 19. Jhdts. lebte die Bevölkerung hauptsächlich vom Bergbau, der Landwirtschaft und vom Fuhrwerksverkehr, sowie von unzähligen Säumerkarawanen (wichtige Nord-Süd-Verbindung). Durch Veränderungen verarmte der Ort immer mehr. Ein verheerender Brand zerstörte 1927 einen großen Teil der Gebäude am Marktplatz. Nach einer Zeit der Not begann jedoch eine langsame aber stetige Aufwärtsentwicklung durch den Fremdenverkehr.
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KAPELLEN & GEDENKSTÄTTEN

Mossegger Gedenkstein (> J17)
Unterhalb des Holleregghofes, Gedenkstein für den wortgewaltigen Prediger Hans Mossegger.
Er wurde, wie viele seiner Wagrainer Mitbürger, aufgrund seines Bekenntnisses zum evangelischen Glauben verfolgt.


Maria Hilf - Kapelle (>I 4)
Wallfahrtskapelle und Marienheiligtum, neben der Strasse in Richtung St. Johann, vermutlich im 18. Jhd. erbaut.


Kreuzkapelle (> H6)
An der Strasse nach Altenmarkt ‚ vermutlich ebenfalls im 18. Jhdt. erbaut. Die Renovierung erfolgte 1988.


Bergkapelle (> L2)
Die Bergkapelle in der Ginau wurde 1863 von Paul Gstaltmaier erbaut und in den Jahren 1986 bis 1988 vollkommen renoviert.

Sebastiankapelle (> K13):a
Auf einer kleinen Anhöhe im Ortsteil Schwaighof,
1984- 1986 erbaut.

Lackenkapelle (> L5)
Direkt am Wanderweg rund um den Öbristkopf.
Vermutlich im 19. Jhdt. erbaut.

Hubertuskapelle (> D4)
Zu Ehren des Hl. Hubertus 1993/94 von der Jägerschaft Wagrain und der Jägerschaft Kleinarl oberhalb der Talstation der Grafenberg-Gondelbahn erbaut.